Gymnastik / Tanz / Fitness

Handgeräte Grundlagen
Dieses Fach wird im ersten Semester unterrichtet. Die Ausbildung vermittelt die Handhabung der klassischen Handgeräte wie Seil, Band, Reifen und Ball, sowie deren harmonisches Zusammenspiel mit den gymnastischen Grundformen. Schwerpunkte sind die Reproduktion vorgegebener Bewegungsabfolgen, die gestalterische Arbeit in der Gruppe mit verschiedenen Handgeräten und deren Transfer in andere Bereiche, wie die Modifikation der Geräte zu therapiespezifischen Materialien.

Dance Basics
In diesem Fach werden verschiedene Tanzstile, wie Jazz, Modern und traditionelle Formen in drei Semestern unterrichtet. Grundintensionen sind die Erweiterung des natürlichen Bewegungsrepertoires, die Entwicklung tanzspezifischer Qualitäten, die Förderung der tänzerischen Präsenz und der Improvisationsfähigkeit. Unter anderem werden Koordination und Gleichgewicht geschult. Die Unterrichtssequenzen bestehen aus deduktiv und induktiv erarbeiteten Choreographien.

Aerobic Basics
In diesem Fach werden zunächst die rhythmischen Grundlagen gelegt, die für das Erlernen dieses aktiven und dynamischen Fitnesstrainings von zentraler Bedeutung sind. Bestandteile sind hier zum Beispiel Bodypercussion und Rhythmikspiele. Mit viel Spaß an der Bewegung lernen die Schüler anschließend die Aerobicgrundschritte und die ersten kleinen Choreografien.

 
Aerobic
Aerobic ist ein aktives, dynamisches Fitnesstraining in der Gruppe zu motivierender Musik. Auf der Grundlage von Ausdauer und Koordination werden Choreografien erarbeitet, wobei das Herz – Kreislauf – System sowie das Zusammenspiel von Armen und Beinen trainiert wird. Mit viel Spaß an der Bewegung schulen die angehenden Fitnesstrainer in diesem Semester auch das Unterrichten vor der Gruppe.

Step-Aerobic
Theorie und Praxis der Basic Moves, in Bezug auf eigene Ausführung , aber auch das Unterrichten eben dieser Schritte und der Schrittabfolgen. Variationen in den Organisationsformen Raumorientierung und Gruppe. Umgang mit dem Medium Musik, verbale und nonverbale Cueings werden erarbeitet und geübt. Der vielseitige Einsatz des Trainingsgeräts Step, im Bereich Kräftigung, sowohl als Schrägbank, als auch als Podest wird aufgezeigt und praktisch erarbeitet.

Akrobatik
Inhalt dieses Faches sind die Elemente der Akrobatik: Gleichgewichtsfähigkeit, Kraft, Beweglichkeit, Körpergefühl, Haltung, Körperspannung und Vertrauen. Erlernt werden Akrobatik Übungen von Solotechniken bis zu verschiedenen Gruppenzusammensetzungen und deren Verbindungsmöglichkeiten.

Stretch & Balance
Durchschnittliche Beweglichkeit und harmonische natürliche Haltung sind Ziel dieses Faches. Ein natürliches Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung sind die Basis für Innere und äußere Balance. Hierbei beginnt alles bei den Füßen, dem Fundament des Menschen, was bedeutet Wahrnehmung, Sensibilisierung aber auch Kräftigung.

Stretch + Move
Vielseitige Möglichkeiten zur Dehnung und Mobilisation des gesamten Körpers sind hier genauso Thema wie die Bewegungsgrundformen Gehen, Laufen, Hüpfen und Springen. Kurze Sequenzen werden nach und nach zu einer dynamischen und flüssigen Bewegungsabfolge zusammengefügt, in der die Schüler auch Partnerelemente erarbeiten.

Cardio-Training
Ausdauer- oder Cardio-Training zählt immer noch zu den wichtigsten Trainingsformen eines gesundheitlich orientierten Fitness-Programms. Verschiedene Arten des Cardio-Trainings werden vorgestellt und aktiv durchgeführt. Die richtige Trainingsintensität für die Grundlagenausdauer und die entwickelnde Ausdauer werden besprochen und in die Praxis umgesetzt. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, z.B. Dauer- und Intervallmethode. Der Schwerpunkt liegt auf der eigenen Praxis, da das Semester mit einer Laufprüfung abgeschlossen wird.


Gerätetraining Basics
Eine fehlerhafte Übungsausführung schadet oft mehr als sie hilft. Im Rahmen des Gesundheits- und Fitnesstrainings ist ein gezieltes und gesteuertes Training der Muskelkraft wichtig. Das Krafttraining kann hierbei an Trainingsgeräten, mit Kleingeräten oder auch nur mit dem eigenen Körpergewicht erfolgen. Es ist elementar, dass stets auf eine qualitativ hochwertige Übungsauswahl und -ausführung durch den Trainer geachtet wird. Durch individuelle Übungen sollen die Muskeln systematisch und effektiv trainiert werden. Für eine bestmögliche Effizienz muss der Trainer ein umfassendes Wissen über Einstellung und Verwendung der Trainingsgeräte, die physiologische Positionierung und optimale Instruktion des Kunden besitzen. Er muss eine fehlerlose Bewegungsausführung beurteilen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen können. Das zielgerichtete Training ist die Basis für komplexere Methoden im Sinne eines „Core-Trainings“, „Functional-Trainings“ oder „Medical-Trainings“. Im Unterricht wird vor allem auf die Trainingsplanung und -betreuung für die Arbeit in Fitness-Centern oder als Personal Trainer Wert gelegt.

Functional Training
Functional Training versucht, die funktionellen Möglichkeiten des Körpers zu erhalten und zu verbessern. Dabei sollen bisher vernachlässigte Muskelgruppen, die für die Stabilität verschiedener Gelenke besonders wichtig sind, aktiviert und gekräftigt werden. Stabilisationsübungen mit und ohne Hilfsmittel sind ein wichtiger Teilbereich des Trainings. Dehnmethoden und Dehnübungen werden angesprochen und durchgeführt, um muskuläre Dysbalancen zu beseitigen. Weitere Themen sind die Vor- und die Nachbereitung des Trainings und des Wettkampfes.

Group Fitness
Mit Spaß, Power und Bewegungsgefühl wird hier alles geschult, was im Bereich Fitnesstraining in der Gruppe aktuell ist: von Kräftigungsübungen für den Bereich Workout wie Bodyshaping und Bauch Beine Po über Spinning bis hin zu Trends wie Zumba oder Core Training, auch der Umgang mit Kleingeräten wie Hanteln und Staby. Mit diesem umfangreichen Repertoire können die Schüler bereits zu diesem Zeitpunkt ausbildungsbegleitend im Kursbereich tätig werden.

Entspannung Grundkurs
In der Stressbewältigung spielen Entspannungsverfahren eine wesentliche Rolle und eine gelungene Sportstunde kann sich auch über den Ausklang mit Entspannungsübungen auszeichnen. Demzufolge ist es wichtig, dass angehende Sporttherapeuten gängige Entspannungstechniken anwenden können. Wir unterscheiden zunächst nach den Zugängen zur Entspannung: Mental, Körperlich und über die Atmung. Hierzu werden beispielsweise Visualisierungen und Phantasiereisen, Progressive Muskelentspannung nach Jakobson und Atemtechniken geübt und in Lehrversuchen gefestigt.

Körperwahrnehmung (KWN)
Körperwahrnehmung ist die Voraussetzung für jegliche Bewegungen und trotzdem geschieht sie meistens unbewusst. Das Unterrichtsfach beschäftigt sich mit den Wahrnehmungen bzgl. Körper, Raum und Zeit beispielsweise im Stehen, Gehen, Sitzen – mit all unseren Sinnen. Dieses achtsame Erleben und Spüren entwickelt ein neues Körperbewusstsein. Der Hirnforschung zufolge erzeugt Achtsamkeit eine überproportionale Wahrnehmungsverstärkung für positive Verhaltensänderungen. Diese beobachten die SuS während des Unterrichts bei sich selbst und letztlich soll der Transfer zu verschieden Ziel- und Altersgruppen von der Prävention bis hin zur Rehabilitation gelingen.

Gestaltung
Die Gestaltung ist nicht nur ein wichtiger Teil der Examensprüfung, sondern auch das Highlight der Ausbildung! Die Schüler werden hier mit den Prüfungskriterien vertraut gemacht und während der Übungsphase begleitet, so dass sie ein Stück erarbeiten können, dass ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Egal ob Akrobatik, Tanz, Bewegungstheater oder Pantomime – die Gestaltungspräsentation bietet auch den Familien und Freunden die Möglichkeit, sich von der Kreativität der angehenden Sportlehrer überraschen zu lassen.

Wassergymnastik
Die „Bewegungstherapie im Wasser“ ist zu präventiven und rehabilitativen Maßnahmen ein wichtiger Faktor geworden. Als schonende und zusätzliche Maßnahme dient sie zur Funktionserhaltung. Dabei werden die Eigenschaften des Wassers im Flach- wie auch im Tiefwasser ausgenützt. Durch das Vermitteln der Basic-Übungen und das zusätzliche Arbeiten mit Auftriebs – und Kleingeräten spielen nicht nur die Eigenerfahrungen eine wichtige Rolle, sondern auch die methodisch / didaktischen Vorgehensweisen in einem Bewegungsbad ist Bestandteil des Lehrwesens. Zudem werden auch die Möglichkeiten im „Aqua-Fitness-Bereich“ angesprochen und durchgeführt. Die grundlegenden Bewegungselemente zum „Aquajoggen“, „Nordic-Aqua-Sport“ und die verschiedenen Einsatzmittel der Kleingeräte für das Wasser sind Inhalte des Unterrichts.

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