Auftaktveranstaltung - Kick-Off im SpOrt Stuttgart am 02. Februar 2019

Gerne heißt Sie das Fortbildungsinstitut Waldenburg am 02. Februar 2019 von 14.00 - 18.00 Uhr im Stuttgarter SpOrt (Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart) zu unserer Auftaktveranstaltung zur Zusatzqualifikation "Psychiatrie - Psychosomatik - Sucht" willkommen!
Unter dem Titel
"Die Bedeutsamkeit der Sport- und Bewegungstherapie in der Behandlung psychischer Erkrankungen"

werden namhafte Wissenschaftler zum Thema referieren.
Im Mittelpunkt des Nachmittags steht die Präsentation der Waldenburger Zusatzqualifikation. Das Curriculum wird mit seinen Inhalten und seiner Struktur vorgestellt werden.
Kostenfreie Anmeldung unter: fobi@bk-waldenburg.de.

Die Bedeutsamkeit der Sport- und Bewegungstherapie in der Behandlung psychischer Erkrankungen

14.00 - 14.10 Uhr Warm up und Welcome Dr. Katrin Schneider, Fortbildungsinstitut Waldenburg  
14.10 - 14.45 Uhr Sport für die Psyche: Zeitgeist oder Evidenz? Prof. Philipp Thomann, Zentrum für Seelische Gesundheit, Gesundheitszentrum Odenwaldkreis/DGPPN  
14.45 - 15.20 Uhr Neurobiologische Effekte von Bewegung und körperlichem Training Dr. Karsten Henkel, Uniklinik RWTH Aachen/DGPPN  
15.20 - 15.55 Uhr Klettern in der Psychotherapie Dr. Thomas Lukowski, München/DGPPN  
15.55 - 16:20 Uhr COME TOGETHER & 5 Min. Bewegungspause für alle, Ausstellung Thieme Verlag und KRAFT lernen  
16.20 - 16.55 Uhr Wie motiviere ich meine Patienten zu mehr Bewegung? Am Beispiel ImPuls "Starke Psyche durch Motivation und Bewegung" Dr. Sebastian Wolf, Uni Tübingen/DGPPN  
16.55 - 17.30 Uhr Bewegungstherapie am Klinikum Weissenhof - Konzept und Erfahrungen Andreas Stammer, ZfP Weinsberg  
17.30 - 17.55 Uhr Vorstellung Zusatzqualifikation "Psychiatrie - Psychosomatik - Sucht" Karen Bausch, Dr. Katrin Schneider  
17.55 Uhr Verlosung Gewinnspiel, Abschluss Thieme Verlag, Dr. Katrin Schneider  

Spezialisierung "Psychiatrie - Psychosomatik - Sucht"

Die Weiterbildung "Psychiatrie - Psychsosomatik - Sucht" orientiert sich an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und findet in Kooperation mit dem Klinikum am Weissenhof / ZfP Weinsberg statt.

Informationen
Obwohl Sport- und Bewegungstherapien bereits flächendeckend in psychiatrischen Einrichtungen eingesetzt werden, wird diese Behandlungsmethode in spezifischen Weiterbildungen nur in sehr geringem Umfang vermittelt und in psychiatrischen Lehrbüchern kaum beschrieben.
Unter den Prämissen Qualitätssicherung und Kompetenzerweiterung wurde eine speziell auf das Berufsbild des Sport- und Bewegungstherapeuten zugeschnittene Fortbildung entwickelt.

Ziele der Weiterbildung
Die Weiterbildung bietet den Teilnehmenden folgende Möglichkeiten:

  • Patientinnen und Patienten in Gruppen oder auch individuell (stationär oder ambulant) in verschiedenen Rehabilitationsphasen körper- und bewegungstherapeutisch zu betreuen
  • Sport und Bewegung als ein Medium der Verhaltenstherapie anzuwenden
  • zur fachlichen Kompetenzerweiterung im Sinne einer ganzheitlichen, über das Funktionelle hinausgehenden sporttherapeutischen Arbeit
  • der Prägung eines neuen Selbstverständnisses als Sporttherapeut
  • zu neuer Kreativität und Motivation am Arbeitsplatz durch fachkompetente Darstellung der eigenen Tätigkeit im multiprofessionellen Team
  • der verstärkten Anerkennung und Wertschätzung der sporttherapeutischen Arbeit
  • der Konzipierung sowie Evaluierung der Sport- und Bewegungstherapie
  • der Entwicklung eines psychodynamischen Grundverständnisses der Therapie

Unterschiedliche Elemente aus Bewegung, Sport und Spiel sowie Entspannung werden genutzt, um im therapeutischen Rahmen Patienten und Patientinnen zu einer langfristigen Verhaltensänderung zu motivieren.
Die Teilnehmenden können innerhalb der Weiterbildung fakultativ den Kursleiter für Entspannungsverfahren (§ 20 SGB V) in zwei Modulen absolvieren. Dieser in sich geschlossene Lehrgang wird in zwei Lehrabschnitte unterteilt und umfasst 64, von den Kostenträgern vorgeschriebene Unterrichtseinheiten. Der Lehrgang kann auch von Personen belegt werden, die nicht die Gesamtweiterbildung „Psychiatrie-Psychosomatik-Sucht“ anstreben.
In die Qualifikation eingebundene Selbsterfahrungsangebote führen zu einem tieferen Verständnis des eigenen Selbst und der Wirksamkeit der in der Fortbildung vorgestellten Methoden.

Zielgruppen

  • abgeschlossene Ausbildung in einem Bewegungsfachberuf
  • Diplomsportlehrer, Diplom-Sportwissenschaftler, Sport- und Gymnastiklehrer
  • Physio-, Ergo- oder Mototherapeuten
  • weitere Berufsgruppen (v. a. aus dem therapeutischen oder pädagogischen Bereich) auf Anfrage

Sport- und Gymnastiklehrer, Diplomsportlehrer und Diplom- Sportwissenschaftler können nach Absolvieren der Fortbildung und nach Bestehen der Prüfung die Waldenburger Zusatzqualifikation „Sport- und Bewegungstherapeut/in“ erwerben.
Eine mindestens sechsmonatige Berufs- bzw. Praktikumserfahrung im Bereich der Sport- und Bewegungstherapie sind von Vorteil.
Die Teilnehmeranzahl ist auf 18 Personen beschränkt.

Umfang und Abschluss
Diese Zusatzqualifikation orientiert sich vom Umfang am erfolgreichen Konzept der Waldenburger Schwerpunkt-Ausbildung „Sporttherapie I Psychiatrie-Psychosomatik-Sucht“.
Das Berufskolleg Waldenburg ist bundesweit eine der wenigen Ausbildungsstätten, die Sporttherapeuten in diesen Kernfächern ausbildet.

In elf Modulen (einschließlich Entspannung) werden die praxisbezogenen Inhalte von erfahrenen Spezialisten vermittelt. Nach Absolvieren des elften Moduls wird in einer Lernerfolgskontrolle das vermittelte Wissen wie folgt überprüft:

  1. Schriftliche Prüfung (Fragen aus den absolvierten Teilbereichen)
  2. Ausarbeitung eines Stundenbilds sowie Lehrübung
  3. Abschluss Zertifikat "Waldenburger Zusatzqualifikation Sport- und Bewegungstherapeut/in Psychiatrie-Psychosomatik-Sucht"
  4. Innerhalb der Kursleiterausbildung für Entspannungsverfahren wird eine separate Prüfung abgelegt (s. Struktur). Abschluss Zertifikat "KursleiterIn für Entspannungsverfahren" (ZPP Zertifizierung)

Struktur der Spezialisierung "Psychiatrie - Psychosomatik - Sucht"
Grundkurs (GK)

150 Unterrichtseinheiten Präsenz und 50 Unterrichtseinheiten Selbststudium
5 Module à 23 UE
1 Modul à 32 UE (KursleiterIn für Entspannungsverfahren, §20 SGB V Teil I, nur in Kombination mit Teil II buchbar)
Selbststudium: 50 UE obligat

Aufbaukurs (AK)
150 Unterrichtseinheiten Präsenz und 50 Unterrichtseinheiten Selbststudium
4 Module à 23 UE
1 Modul à 32 UE (KursleiterIn für Entspannungsverfahren, §20 SGB V Teil II, nur in Kombination mit Teil I buchbar)
1 Modul Lernerfolgskontrollen, Abschluss und Ausblick (Supervision als nachfolgendes, freiwilliges Angebot)
Selbststudium: 50 UE obligat

Kosten
Module à 23 UE je Euro 275,00
(Fr. 10.00 - 18.00 Uhr, Sa. 09.00 - 18.00 Uhr, So. 09.00 - 14.00 Uhr)

Module à 32 UE je Euro 375,00
(Mi. 11.00 - 19.00 Uhr, Do. 09.00 - 18.00 Uhr, Fr. 09.00 - 17.00 Uhr, Sa. 09.00 - 13.00 Uhr)

Prüfungswochenende Euro 240,00, zzgl. Prüfungsgebühr à Euro 125,00

Curriculum

Termine PPS19

GK1 29. - 31.03.2019 Einführungskurs Karen Bausch, Thomas Damisch  
GK2 24. - 26.05.2019 Sport- und Bewegungstherapie bei Essstörungen und Suchterkrankungen Karen Bausch, Markus Brunner  
GK3 12. - 14.07.2019 Psychopathologie Teil I und Grundlagen Psychiatrie. Sport- und Bewegungstherapie bei Somatisierungsstörungen und Sucht Karen Bausch, Thomas Bausch  
GK4 20. - 22.09.2019 Sport- und Bewegungstherapie bei schizophrenen Psychosen sowie in der Gerontopsychiatrie Andreas Stammer, Team ZfP Weinsberg  
GK5 13. - 16.11.2019 KursleiterIn für Entspannungsverfahren, Teil I Karen Bausch  
GK6 17. - 19.01.2020 Sport- und Bewegungstherapie bei Depressionen, Burnout und chronischem Schmerzsyndrom. Einführung in die Verhaltenstherapie Thomas Damisch  
         
AK1 14. - 16.02.2020 Psychopathologie Teil II und Grundlagen Psychosomatik. Sport- und Bewegungstherapie bei psychosomatischen Erkrankungen Karen Bausch, Thomas Bausch  
AK2 22. - 25.04.2020 KursleiterIn für Entspannungsverfahren, Teil II Karen Bausch  
AK3 03. - 05.07.2020 Achtsamkeitstraining und Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR). Kommunikation und Grundlagen sozialer Kompetenzen Thomas Damisch  
AK4 18. - 20.09.2020 Sport- und Bewegungstherapie bei Angsterkrankungen. Psychiatrische Notfälle: Krise und Suizidalität, rechtliche Aspekte Dr. Katrin Schneider, Alexander Wörle  
AK5 23. - 25.10.2020 Einführung in die Tanztherapie Susanne Schlatter  
AK6 13. - 15.11.2020 Lernerfolgskontrollen, Lehrgangsabschluss, Ausblick Karen Bausch, Prüfungskommission  

Referenten
Bausch, Karen

Sport- und Gymnastiklehrerin, Konzentrative Bewegungstherapeutin und Fortbildungsbevollmächtigte (DAKBT), Heilpraktikerin Psychotherapie, Aschaffenburg

Bausch, Thomas
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin und Traumatherapie (MITT), Chefarzt und Klinikleiter der Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen Weibersbrunn

Brunner, Markus
Diplom Sportlehrer, Sporttherapeut, KBT Ausbildung, Reha Klinik in Blieskastel

Damisch, Thomas
MMag. (Österreich), Sportwissenschaftler & Trainingstherapeut (Trainingswissenschaften; Sport-Management-Medien), akad. geprüfter Absolvent des psychotherapeutischen Propädeutikums Universität Salzburg

Schlatter, Susanne
Dipl.-Tänzerin, Tanztherapeutin, Lehrtherapeutin BTD, Supervisorin und Heilpraktikerin Psychotherapie, Neu-Isenburg

Schneider, Katrin
Dr. paed., Dipl.-Sportwissenschaftlerin und Heilpraktikerin Psychotherapie, BK Waldenburg

Stammer, Andreas
Sportwissenschaftler, Leiter der Bewegungstherapie im Zentrum für Psychiatrie Weinsberg

Wörle, Alexander
Sportpädagoge M. A., Zusatzqualifikation Motopädagogik, BK Waldenburg

Hier finden Sie interessante, teilweise sehr persönliche Statements der Referenten der PPS-Zusatzqualifikation. Lesen Sie doch mal rein!

Karen Bausch

Thomas Damisch

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